„nicht einmal vergangen“ (wie es so schön heißt und nicht zu verwechseln mit „Wer sich nicht an das Vergangene erinnert…“), sondern es tritt manchmal geradezu die Tür ein, um klarzustellen, dass es nicht nur zu so nem netten Spruch verkommen ist:
„Es ist die berechtigte Angst, dass die Juden noch einmal der Vernichtung anheim gegeben werden könnten, während die gesamte Welt nichts tut, dies zu verhindern. Amérys Solidarität mit Israel, dem Land, zu dem er sonst keinerlei Bezug hat, speist sich aus der immer noch zu fürchtenden Todesdrohung: „Er weiß, daß er, solange Israel besteht, nicht noch einmal unter schweigender Zustimmung der ungastlichen Wirtsvölker, günstigstenfalls unter deren unverbindlichem Bedauern, in den Feuerofen gesteckt werden kann.“ Der zunehmend sich antizionistisch gerierenden Linken wirft er vor, diesen Zusammenhang nicht zu erkennen oder ihn mutwillig zu verleugnen: „Wer die Existenzberechtigung Israels in Frage stellt, der ist entweder zu dumm, um einzusehen, daß er bei der Veranstaltung eines Über-Auschwitz mitwirkt, oder er steuert bewusst auf dieses Über-Auschwitz zu.“
(Zitiert Birte Hiwera 2012 (in sans phrase) Améry aus (in dem Moment wird die Tür eingetreten:) den frühen 70ern).